Warum SV-Campus?
Weil Fachwissen allein nicht alles ist!
Es gibt Dinge, über die Sachverständige stundenlang diskutieren können – und Dinge, über die sie lieber gar nicht nachdenken möchten. Das eigene Fachgebiet gehört meistens zur ersten Gruppe. Dateiformate, digitale Einbringung, Checklisten, Dokumentation oder die praktische Organisation eines Gutachtens gelegentlich eher zur zweiten. Genau zwischen diesen beiden Welten ist die Idee des SV-Campus entstanden.
Seit 2006 erlebe ich als allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger, dass zwischen hoher fachlicher Kompetenz und dem ganz normalen Gutachteralltag manchmal eine kleine, aber lästige Wissenslücke liegt. Denn über das eigene Fachgebiet wissen Sachverständige sehr viel - über Gutachtengestaltung, digitale Einbringung, Dokumentation, Checklisten oder technische Stolpersteine möchte man sich verständlicherweise nicht immer mit derselben Begeisterung kümmern.
Dabei gilt leider: Auch das fachlich beste Gutachten entfaltet wenig Wirkung, wenn es an der PDF-Datei, der Übermittlung oder einer fehlenden Kleinigkeit scheitert.
Genau hier setzt der SV-Campus an. Er versteht sich als unabhängige Wissens- und Austauschplattform und ausdrücklich als Ergänzung zu den hochwertigen Fachveranstaltungen der Sachverständigenverbände - nicht als Konkurrenz. Im Mittelpunkt stehen jene Rundum-Themen, die in klassischen Fach- und Kompetenzseminaren oft keinen Platz haben, für den praktischen Alltag aber dennoch wichtig sind.
Ein wesentlicher Baustein sind die K & K-Vorträge - kurz & kompetent: bewusst kompakt, immer online und damit praktisch von überall erreichbar. Interent vorausgesetzt - ganz ohne technische Voraussetzungen kommt eben auch der Sachverständige nicht aus. Hier geht es um Gutachtenerstellung, digitale Werkzeuge, technische Herausforderungen, Checklisten und Erfahrungen aus dem gutachterlichen Alltag.
Auch ein wenig Humor darf dabei Platz haben. Mein Ziel ist, diese Wissenslücke unkompliziert zu schließen und den persönlichen Austausch zu fördern. Und ich freue mich jedes Mal besonders, wenn diese Angebote von Kolleginnen und Kollegen tatsächlich genutzt, weiterempfohlen und mit Leben erfüllt werden.
